perspektive volksbad
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In eigener Sache
Nachdem wir uns nunmehr seit Oktober 2010 mit dem Thema "Nürnberger Volksbad" beschäftigt haben, wird es Zeit ein Resümee zu ziehen und in Zeiten der Stagnation eventuelle Perspektiven und Nicht-Perspektiven aufzuzeigen. Sollten wir dabei dem ein oder anderen auf die Füße treten, möchten wir uns schon vorab entschuldigen.
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Vorwort
Aufgrund des sehr niedrigen Zinsniveaus dürfte sich derzeit eine historische Chance zur Wiedereröffnung des Nürnberger Volksbades bieten.
EU-Förderprogramme laufen Ende 2013 aus.
Neue EU-Förderprogramme mit anderen Inhalten werden ab 2014 gültig sein.
Wir sollten diese Chancen nicht tatenlos verstreichen lassen.
Aktuelle Situation
Die aktuelle Situation dürfte mehr als nur unbefriedigend zu bezeichnen sein.
Stagnation und fehlende aussagekräftige Entscheidungsgrundlagen dürften zum derzeitigen Zeitpunkt keine Besserung versprechen, wenn nicht entsprechend gehandelt wird.
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Perspektive - Kommerzielle Nutzung mit Teilnassnutzung
Perspektive - Kommerzielle Nutzung mit Teilnassnutzung
Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Kultur-Initiative Volksbad e.V. vom Januar 2012 zeigte auf, dass eine wirtschaftliche Teilnassnutzung mit Schwimmmöglichkeit sehr wohl möglich ist.
Grund hierfür sind unter anderem auch, die historisch niedrigen Finanzierungszinsen, welche derzeit so niedrig sind, wie nie zuvor.
Die Kultur-Initiative Volksbad e.V. verwies in der erstellten Wirtschaftlichkeitsstudie auch auf den Sachstand, dass bis zum heutigen Tage unterblieben ist, die übliche und notwendige technische Grundlagenerhebung - als Grundlage von Planungen und Kostenberechnungen - zu fertigen oder in Auftrag zu geben.
Die von der Kultur-Initiative Volksbad e.V. erstellten Kosten- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigen auf, dass bei einem angenommenen durchschnittlichen Mietertrag der Mietfläche des Volksbades von 9,- Euro/qm sich eine positive Wirtschaftlichkeit des Volksbads erzielen lässt.
Resümee: Die kommerzielle Nutzung des Volksbades - mit Schwimmmöglichkeit für die Nürnberger Bürger - dürfte wohl die beste Lösung sein, wenn man die Stadtkasse nicht belasten möchte.
.Perspektive "Arabsiches Museum"
Perspektive "Arabisches Museum"
Nach Prüfung der vom Verein "Arabisches Museum" in Auftrag gegebenen und von der Stadt Nürnberg in fünfstelliger Höhe finanziell geförderten "Studie" zur Positionierung eines Arabischen Museums im Nürnberger Volksbad, war festzustellen, dass in der "Studie" keine wesentlichen oder neuen Erkenntnisse erarbeitet wurden.
Sehr negativ ist der Sachstand zu bewerten, dass bezüglich der Förderung und den Ergebnissen nach Aussage eines Vertreters des Arabischen Museums eine Verschwiegenheitserklärung im Fördervertrag mit der Stadt Nürnberg enthalten ist, welche seitens der Stadt Nürnberg gewünscht wurde. Dies bedeutet, dass die mit Steuergeldern geförderten und erarbeiteten Ergebnisse scheinbar der Öffentlichkeit nicht zugängig gemacht werden können bzw. dürfen.
Eine Veröffentlichung der Ergebnisse der "Studie" auf der Homepage des Vereins "Arabischen Museum", wodurch sich der Interessierte Bürger ein Bild machen kann, erfolgte nicht. Transparenz und Bürgerbeteiligung sehen anders aus!
Der Verein "Arabisches Museum" will sein Vorhaben durch großzügige Spenden aus dem arabischen Raum finanzieren. Ein Spender ist jedoch nicht bekannt. Wir sehen dies sehr kritisch, denn man könnte es auch als Verkauf des Volksbades und damit eines Teiles unserer Stadtgeschichte betrachten, denn es ist realistischerweise nicht davon auszugehen, dass zweistellige Spenden ohne entsprechende Bedingungen gewährt werden.
Es soll ein "Arabisches Museum" entstehen. Dies bedeutet eine Abgrenzung des Arabischen Raums zu anderen Kulturen. (Ansonsten würde es anders lauten!). Im Zeichen intensivster Integrationsbemühungen sollte es uns bewusst sein, dass wir sicherlich eines nicht suchen: Eine kulturelle Abgrenzung!
Kritisch zu sehen ist auch der Sachstand, dass der Verein "Arabisches Museum" endlich eine "Freigabe" von der Stadt erhalten möchte, obgleich die vom Verein vorgelegte Studie ungestraft als "sehr dünn" bezeichnet werden kann und eventuelle andere Lösungen damit verhindert werden.
"Positiv" war zu verzeichnen, dass in der "Studie" bemerkt wurde, dass zahlreiche Grundlagen zur technischen und wirtschaftlichen Bearbeitung nur sehr grob vorhanden sind oder eben schlichtweg fehlen, worauf die Kultur-Initiative Volksbad e.V. bereits seit langem aufmerksam macht. Eine Benennung der konkreten und gesicherten Sanierungs- und Betriebskosten ist ohne entsprechende Grundlagenerhebung nur sehr grob ermittelbar bzw. unmöglich. Hierbei ist die Gefahr der bekannten "Kostenexplosionen" sehr hoch. Außerdem dürfte sich somit eine aussagefähige und nachhaltige Entscheidungsgrundlage wohl kaum fertigen lassen.
Resümee: Aufgrund der sehr dürftigen und nicht nachhaltigen "Studien"-Ergebnisse und den zu erwartenden nicht unerheblichen ungedeckten Betriebskosten nach Fertigstellung, dürfte eine Zusage der Stadt Nürnberg an den Verein "Arabisches Museum" zum derzeitigen Zeitpunkt wohl mehr als nur fraglich sein. Auf die geforderte, aber fehlende Transparenz wird verwiesen.
Informationen zur "Studie" Arabisches Museum im Volksbad sind auf der Homepage zu finden unter : - keine -
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Perspektive "Fränkisches Museum Nürnberg "
Eine längst überfällige Position!
Trotz des Germanischen Museums gibt es bis zum heutigen Tage keine museale, chronologisch geordnete, wissenschaftlich aufbereitete Darstellung der Wurzeln, der Entwicklung aber auch der Krisen der Fränkischen Kultur im europäischen Kontext.
Am Beispiel der Teilnassnutzung im Volksbad wird ein wichtiger Teil der europäischen und fränkischen Geschichte museal erlebbar. Die Aneinanderreihung gebauter nutzbarer Badegeschichte der verschiedenen Epochen mit dem Angebot historischer Sauna-, "Bader-", Bade- und Schwimmangebote. Ein genialer Gedanke.
Mit dem Leitgedanken "Integration durch Bildung" darf eine spannende Umsetzung des neuartigen Museumskonzepts erwartet werden. Auf den großen Erfolg der Asylothek mit ähnlichem Leitbild wird verwiesen.
Resümee: Ein interaktives Museum mit sehr positiven Ansätzen zum Thema der fränkischen Kultur und Integration dürfte bei einer gewünschten musealen Nutzung bei der Bevölkerung vor dem eines Arabischen Museums stehen und dürfte integrationstechnisch betrachtet eindeutig eine größere Resonanz bewirken.
Nähere Informationen sind hier auf der Homepage zu finden: Fränkisches Museum NürnbergAuf der Homepage des Fränkischen Museums Nürnberg finden Sie das Leitbild des Museums, die Museumskonzeption, Betrachtungen und Begründungen zum Museumsstandort Volksbad, Pläne und Studien, Kosten- und Finanzierungsszenarien, Bildergalerien des Bestands, Möglichkeiten und Einschränkungen der Gestaltung, E-Mail-Adresse, etc.
Sollte das "Fränkisches Museum Nürnberg" - aufgrund eventuell besserer Nutzungskonzepte - keine Realisierung im Nürnberger Volksbad finden, so sollte dieser positive und verbindende Museumsgedanke an anderer Stelle im Sinne positiver Integrationsbemühungen positioniert werden.
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Perspektive "Thermae Europae" - Ein erlebbares Museum der über 2000-jährigen Badekultur in Europa
Die sicherlich Beste aller Perspektiven.
Ein erlebbares Museum im europäischen Kontext.
2000 Jahre europäische Bäderkultur in unserem 100-jährigen Volksbad.
Besser kann es nicht klingen!
Das Sammlungskonzept der lebendigen Freilandmuseen könnte hier in abgewandelter und themenspezifischer Form umgesetzt werden.
Ein wirklich spannender Gedanke!Resümee: Bei entsprechend fachgerechter Aufarbeitung des Themas "2000 Jahre europäische Badekultur" im Kontext Europas und den hieraus resultierenden integrationsfördernden Aspekten dürften Fördermittel der EU und die Zustimmung aller Nürnberger Bürger zu erlangen sein. Ein wirtschaftlicher Betrieb dürfte zu erwarten sein.
Auf der Homepage des Erlebnismuseums „Europae Thermae“ finden Sie das Leitbild des Museums, die Museumskonzeption, Betrachtungen und Begründungen zum Museumsstandort Volksbad, Pläne und Studien, Kosten- und Finanzierungsszenarien, Bildergalerien des Bestands, Möglichkeiten und Einschränkungen der Gestaltung, Geschichte der 2000-jährigen Badekultur Europas, etc.
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Schussbetrachtungen
Forderungen zur Zielfindung
Dass das Volksbad seit nunmehr fast 19 Jahren verschlossen ist, ist nicht grundlos.
Seit Januar 2011 wurde erfolglos versucht entsprechende Grundlagen zur technischen und wirtschaftlichen Projektbearbeitung zu erlangen. Trotz mündlicher und/oder schriftlicher Anforderung beim Bürgermeisteramt, beim Liegenschaftsamt der Stadt Nürnberg und eigenen Recherchen im Bauarchiv der Stadt Nürnberg sind wesentliche Positionen, einer zur ordnungsgemäßen Projektbearbeitung unabdingbar notwendigen Grundlagenerhebung nicht erhältlich bzw. auffindbar.
Das Fehlen notwendiger Unterlagen einer ordnungsgemäßen technischen Grundlagenerhebung, die mangelhafte Transparenz, ein fehlendes Veröffentlichungsgebot von Studienergebnissen, starre Verwaltungsstrukturen, starre Entscheidungsmuster, fehlende Unterstützung der Volksbadvereine und scheinbar fehlender politischer Wille zeichnen sind für den deutlich sichtbaren Mißerfolg mitverantwortlich.
Um wichtige Schritte in Richtung Wiedereröffnung des Nürnberger Volksbades zu beschreiten, wird die Stadt Nürnberg aufgefordert, folgende unabdingbar notwendige technische Grundlagen zu fertigen oder fertigen zu lassen und diese der Allgemeinheit zugängig zu machen:
1. Vollständiges Aufmaß des Volksbades mit Nebengebäuden - bestehend aus:
- sämtlichen Ansichten
- sämtlichen Grundrisse
- sämtlichen Schnitte
2. Vollständige Wohn- und Nutzflächenberechnung
- nach einzelnen Nutzungseinheiten bzw. Nutzungsabschnitten gegliedert
3. Bauteilmäßige Massenermittlung
4. Bauteilmäßige Kostenermittlung
5. Statische Befundung
6. Kostenermittlung für die statische Ertüchtigung auf Basis der statischen Befundung
Anzumerken sei in diesem Zusammenhang, dass die technischen Leistungen der vorbenannten Positionen bei jeder nur möglichen Nutzung unabdingbar notwendig sind; d.h. für jede nur erdenkliche Nutzung.
.. außer natürlich für einen eventuellen Abriss des Nürnberger Volksbades!
Ohne Vorlage der vorbenannten Positionen dürfte eine inhaltlich tragfähige und ausreichend genaue Kostenermittlung nur schwer bzw. unmöglich sein.
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Förderung dieser Studien
Die Erstellung der Museums- und Nutzungskonzeptionen wurden auf rein ehrenamtlicher Basis erstellt.
Es wurden keinerlei Fördermittel der Stadt Nürnberg in Anspruch genommen.
Aus vorbenannten Grunde und aus Gründen der Transparenz dürfen die Ergebnisse veröffentlicht und auf Facebook und sonstigen Social Networks geteilt und verbreitet werden.
Hierfür möchten wir uns schon vorab bedanken.
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